nachhaltigkeit allgemein

Umweltziele: Anforderungen an ein zukunftsfähiges Deutschland - Verbrauchs- und Emissionsreduktion von 80 bis 90 Prozent bis Mitte des nächsten Jahrtausends.

Maßnahmen/ Definitionen/ Beispiele
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Leitbegriff "Sustainable Development"
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Umweltraum
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Tragfähigkeit
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Leitlinien für Nutzung der Ressourcen
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Entropie
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Ökologie
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Ökologischer Rucksack, MIPS
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Bedarfsfelder der Umweltnutzung
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Leitbilder
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Sozialökologische Zukunftsfähigkeit
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Beispiele
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Links zu weiteren Informationen
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Links NGOs (Non-Governmental Organizations)
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Quellen und Literaturangaben

   

   
         
    Maßnahmen/ Definitionen/ Beispiele    
         
    Leitbegriff "Sustainable Development"

Sustainable Development: "Development, that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs."
Übersetzung ins Deutsche mit Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Dauerhaftigkeit.
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    Das neue Denken fordert eine Integration von ökologischen, sozialen und ökonomischen Belangen.    
         
    Umweltraum

Als Umweltraum bezeichnet man den Raum, den die Menschen in der natürlichen Umwelt benutzen, ohne wesentliche Charakteristika nachhaltig zu beeinflussen.
Es handelt sich um ein ökologisches Nutzungskonzept.
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    Die Größe des Umweltraumes ergibt sich aus 4 Kategorien:
Der Tragfähigkeit von Ökosystemen,
der Regenerationsfähigkeit natürlicher Ressourcen,
der Verfügbarkeit von Rohstoffen,
und den gleichen Nutzungsrechten an den globalen Ressourcen im Rahmen ihrer Tragkapazität für alle Menschen.
   
         
    Tragfähigkeit

Tragfähigkeit oder engl. carrying capacity:
Es dürfen nur so viele Stoffe in die Umwelt entlassen werden, wie dort aufgenommen werden können.
Nachhaltigkeitsbedingung:
Landnutzung = Tragfähigkeit, Auslastung = Auslegung

   
         
    Leitlinien für Nutzung der Ressourcen

Die Nutzung der Ressourcen soll sich an folgenden Leitlinien orientieren:
Von einer erneuerbaren Ressource darf nicht mehr genutzt werden, als sich in der gleiche Zeit regeneriert;
Es dürfen nur so viele Stoffe in die Umwelt entlassen werden, wie dort aufgenommen werden können;
Die Umsätze von Energie und Stoffen müssen auf ein risikoarmes Niveau gesenkt werden.
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    Nicht Ressourcenknappheit droht dem System Grenzen zu setzen, sondern die begrenzte Belastbarkeit ökologischer Systeme für Schadstoffe und Abfälle aller Art.    
         
    Entropie

Entropie: Index, in welcher Weise Energie verfügbar ist.
Ziel: Entropie des Prozesses niedrig halten, um Entropie in der Umgebung hochzuhalten.

   
         
    Ökologie

Unter Ökologie verstehen wir die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt, wohin wir im weiteren Sinne alle Existenzbedingungen rechnen können. (Haekel 1866)

   
         
    Ökologischer Rucksack, MIPS

Indirekte Materialströme, die bei der Herstellung eines Produktes bzw. der Bereitstellung einer Dienstleistung entstehen und nicht weiter verarbeitet werden, bezeichnet man mit dem Begriff "Ökologischer Rucksack".
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    MIPS: Die von Schmidt-Bleek eingeführte Kenngröße für Materialintensität eines Produktes bzw. einer Dienstleistung pro Serviceeinheit.
Ziel: Zur Befriedigung der Bedürfnisse nicht unnötig hohe Stoffströme verursachen.
Forderung nach einer Reduktion der Stoff- und Energieumsätze um den Faktor 10 in den Industrieländern.
   
         
    Bedarfsfelder der Umweltnutzung

Kategorisierung der Umweltnutzung nach einzelnen Bedarfsfeldern:
Materialverbrauch, Energieverbrauch, Wassernutzung, Flächennutzung, Schadstoffausstoß, Auswirkungen auf Länder des Südens, Klimawandel und Zerstörung der Ozonschicht, Nutzung der Weltmeere und deren Verschmutzung, ökologische Folgen der deutschen Rohstoffimporte, kommerzielle Nutzung der Biodiversität. (Wuppertal-Institut für Klima, Energie, Umwelt)

   
         
    Leitbilder

Überführung der Reduktionsziele in qualitative Zielvorstellungen in Form von Leitbildern, die sich als Gestaltungsentwürfe für Akteure in unterschiedlichen sozialen Feldern verstehen:
Rechtes Maß für Raum und Zeit.
Eine Grüne Marktagenda: Von linearen zu zyklischen Produktionsprozessen.
Gut leben statt viel haben.
Für eine lernfähige Infrastruktur.
Stadt als Lebensraum.
Regeneration von Land und Landwirtschaft.
Internationale Gerechtigkeit und globale Nachbarschaft. (Wuppertal-Institut für Klima, Energie, Umwelt)

   
         
    Sozialökologische Zukunftsfähigkeit

Spannungsfeld und Ergänzung von Effizienz und Suffizienz, technischer Innovation und rechtem Maß.
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    Begriffspaare:
Güterwohlstand – Zeitwohlstand
Mobilität - soziale Verbindlichkeit
Mehr Erwerbsarbeit – Familien- und Eigenarbeit
Orientierung zu Karriere, Geld – Muse und Phantasie
   
         
    Beispiele    
         
    Links zu weiteren Informationen allgemein

Studien, Projekte, Publikationen, und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Alles über MIPS mit Download-Möglichkeit aktueller Tabellen: MIPS online, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Bundesweite Initiative "Nachhaltiges Bauen in die Hochschullehre": Arbeitskreis Ökologisches Bauen des UStA der Universität Karlsruhe

Stadtökologie: Institut für Geographie und Geoökologie I, Uni Karlsruhe

Handlungsfelder nachhaltiger Entwicklung in der Stadt- und Regionalplanung: OIKOS - Ver- und Entsorgung, Kreislaufwirtschaft TU Berlin / Institut für Stadt- und Regionalplanung

Strategien, Projekte zu Bedingungen einer nachhaltigen Entwicklung und Umweltqualität durch Reduktion und Vermeidung von Schadstoffemissionen: Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg

Konzepte und Erfolgskontrollen für Nachhaltige Stadtentwicklung/Lokale Agenda 21, Stadtökologie: Agenda 21 - Kooperationszentrum TUHH Hamburg Harburg

Publikationen, Umweltgutachten, Publikationen: Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Veranstaltungen, Publikationen, 'good practice'-Datenbank SURBAN, die Unterstützung des Netzwerkes mitteleuropäischer Metropolen (CEM) zum Austausch zwischen europäischen Kommunen: Europäische Akademie für städtische Umwelt

Umweltforschung, Entwicklung von Umsetzungsstrategien zu Verkehr, Energie, Chemie, Reaktorsicherheit und Umweltrecht: Öko-Institut e.V.

Ausarbeitung und Umsetzung lokaler Aktionsprogramme zum Klimaschutz und Zusammenarbeit mit den indigenen Partnern zum Erhalt des tropischen Regenwaldes: KLIMA-BÜNDNIS der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder

Dachverband für Vereine und Betriebe aus dem Bereich Umweltanalytik, Energieeinsparung, Abfallvermeidung: AGÖF - Arbeitsgemeinschaft Europäischer Forschungsinstitute

Umweltpolitik, Daten, Hintergründe, Klimaschutzberichte zum Downloaden etc.: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Informationen über UN Umwelt-Programme: UNEP - United Nations Environment Programme

Planung und Ökologie mit städtebaulichen Kriterien: Ökobau AG Uni Weimar

Umweltmagazin, Grüne Seiten, Jobs, Links: one world web

   
         
    Links NGOs (Non-Governmental Organizations)

Greenpeace

BUND - Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, Freunde der Erde

Robin Wood

WWF - World Wildlife Fund

NABU - Naturschutzbund Deutschland

Bundesstiftung Umwelt

Eurosolar - Europäische Solarenergievereinigung

VCD - Verkehrsclub von Deutschland

Links zu nach Themen geordneten Organisationen: one world web - Organisationen

   
         
    Quellen und Literaturangaben
  • Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V., Misereor e.V. (Hrsg): Zukunftsfähiges Deutschland - Kurzfassung, Bonn 1995
  • Daly, Herman E.: "Wachstum ist unwirtschaftlich - Ein ZEIT-Gespräch mit dem Vordenker der ökologischen Ökonomie" in: Die Zeit 30.10.1995
  • Fues, Thomas: "Die Armut der Nationen: Eine Weltbankstudie hinterfragt die traditionellen Kriterien für Wachstum" in: Die Zeit 5.4.1996
  • Lehmann, Harry: "Tonnenschwere Rucksäcke – Stoffstrombilanzen von Bauen und Wohnen" in: db Nr. 6 1998
  • Schmidt-Bleek, Friedrich: Das MIPS-Konzept - Weniger Naturverbrauch - mehr Lebensqualität durch Faktor 10, Droemer Knaur 1998
  • Vorholz, Fritz: "Die letzte Party - Ohne Ökoumbau droht der Kollaps" in: Die Zeit 13.10.1995
  • Vorholz, Fritz: "Das rechte Maß - Ohne Eingriffe in die Natur geht es nicht: Fünf Regeln für nachhaltiges Wirtschaften" in: Die Zeit 13.10.1995
  • Wasel, Peter: Vorträge im Rahmen des Seminars Global - Lokal an der Universität Stuttgart im SS 1998
  • Wuppertal-Institut für Klima, Energie, Umwelt GmbH, BUND, Misereor (Hrsg.): Zukunftsfähiges Deutschland, Birkhäuser 1997